FAQ - Häufige Fragen und Antworten

Bei meinem Provider wird der Geschwindigkeitstest nicht angeboten, kann ich trotzdem die Geschwindigkeit testen?

Alle Provider können den Geschwindigkeitstest gegen eine Lizenzgebühr von cnlab übernehmen. Falls Ihr Provider von diesem Angebot nicht Gebrauch gemacht hat und keinen eigenen Testserver anbietet, können Sie einen anderen Testserver anwählen. Sie messen dann nicht nur die Leistungsfähigkeit des Anschlussnetzes Ihres Providers, sondern auch die Leistungsfähigkeit der Verbindungen zwischen Ihrem Provider und dem angewählten Testserver.

Warum soll ich die Performance direkt am Provider-Modem und am LAN-Kabelanschluss messen?

Die vom Internet Service Provider (ISP) versprochenen Leistungswerte beziehen sich auf den LAN-Kabelanschluss an Ihrem Modem. Falls Sie ihren Rechner nicht direkt (über ein LAN-Kabel) an ihr Modem anschliessen, sondern über Wireless LAN (WLAN), Powerline oder USB, so können diese Anschlusssysteme die Datenrate beeinträchtigen. Die maximale Bandbreite von Wireless LAN Verbindungen hängt vom verwendeten WLAN Standard, von der Distanz und von Hindernissen (Wänden) zwischen Ihrem Rechner und dem WLAN Access Point (Router) sowie von der Belastung Ihres WLAN durch andere Geräte und Störer ab. Die wichtigsten Störer im WLAN-Frequenzbereich sind Funktelefone, Babyphones (bzw. verschiedenste Videoübertragungssysteme), Mikrowellengeräte oder Geräte die via Bluetooth kommunizieren. Ferner müssen Sie beim WLAN die gesamthaft zur Verfügung stehende Bandbreite unter Umständen mit Nachbarn teilen, die mit denselben WLAN-Kanälen arbeiten. Mit Programmen wie beispielsweise InSSIDer können Sie sich ein Bild über die Signalstärke und Kanalwahl fremder WLANs machen. Man beachte, dass selbst Geräte mit der angegebenen Datenrate von 300MBit/s nur unter optimalen Bedingungen Datenraten von mehr als 100MBit/s erreichen.

Mein Browser (oder mein Filetransfer-Programm) zeigt 250 kB/s Download-Datenrate, ich habe aber ein Abo mit 2000 kb/s Download-Datenrate. Woher kommt dieser Unterschied?

Datenraten werden je nach Situation in "Bit pro Sekunde" (z.B. bei der Angabe von Anschlussgeschwindigkeiten) oder in "Byte pro Sekunde" (z.B. bei Downloads oder bei Filetransferprogrammen) angegeben. Ein Byte besteht aus 8 Bit. Die in „Bit pro Sekunde” angegebene Datenrate sollte daher 8 mal grösser sein, als die in „Byte pro Sekunde” angegebene Datenerate. Die 250kB/s (250 Kilo-Bytes pro Sekunde) wie sie im Downloadfenster angezeigt werden, sind daher gleichbedeutend mit 2000kb/s (Kilo-Bit pro Sekunde).

Wieso messe ich eine viel zu hohe Download Datenrate?

Zu hohe Datenraten sind typisch auf zwei Gründe zurückzuführen:

Werte, welche bis zu 20% höher sind als erwartet: Viele Internet Service Provider haben ihre Systeme so konfiguriert, dass im optimalen Fall bis zu 120% der angebotenen Datenrate geliefert wird. Es kann also durchaus sein, dass Sie manchmal bei einem 5000kbit/s-Angebot auf Werte von bis zu 6000kbit/s kommen.

Werte, welche mehr als 20% höher sind als erwartet: Falls bei Ihnen ein so genannter Proxy im Einsatz ist, können Testfiles auf dem Proxy zwischengespeichert und anschliessend mit LAN-Geschwindigkeit weitergeleitet werden (diese wird dann fälschlicherweise als Download-Datenrate angezeigt). Eventuell haben Sie eine HTTP-Proxy-Software installiert. Die ist zum Beispiel in GData Antivirenkit (OutbreakShield-Technologie) enthalten. Um richtige Resultate beim Geschwindigkeitstest zu erhalten, müssen Sie den HTTP-Proxy abschalten oder einen anderen Rechner für die Messung verwenden.

Wieso erhalte ich unterschiedliche Leistungswerte, wenn ich das Test-Applet bei verschiedenen Testservern starte?

Mit dem Geschwindigkeitstest wird jeweils die Verbindung zwischen dem eigenen Rechner und dem Testserver getestet, von welchem das Applet geladen wurde. Laden Sie das Applet vom Testserver Ihres eigenen Providers, so testen Sie im wesentlichen das Anschluss-Netz Ihres Providers. Laden Sie das Applet von anderen Testservern, so testen Sie auch die Verbindungen zwischen den Providern.

Welche Parameter werden beim Geschwindigkeitstest erfasst?

Um möglichst gute Hinweise zur Leistungsverbesserung geben zu können werden im Rahmen der Tests einerseits die Eingaben der Tester und andererseits Resultate und Rechnerinformationen erfasst und abgespeichert:

  • Eingaben der Tester: Verbindungsangaben (Anschlussart, Geschwindigkeit bzw. Angebot, Verbindungsart), Standortangaben (Land, Postleitzahl, Ortschaft)
  • Resultate der Messung: Messzeitpunkt, Download-Datenrate, Upload-Datenrate und Antwortzeit
  • Server zu dem gemessen wurde
  • Externe IP Adresse
  • Technische Daten zum System des Testers (z.B. Browser- und Rechnereinstellungen, TCP Einstellungen)

Wie viele Applet-Messungen werden durchgeführt und wie gut ist die statistische Aussagekraft der Ergebnisse?

Es werden täglich etwa 15'000 Tests von etwa 3‘000 verschiedenen Rechnern aus durchgeführt. Nach Ankündigungen in den Medien oder bei Veränderungen der Angebote sind bis zu 10 mal mehr Messungen zu beobachten. Bei statistischen Auswertungen werden die Messungen pro Rechner zusammengefasst. Die Resultate von Testern, welche sehr viele Messungen durchgeführt haben, fallen somit nicht stärker ins Gewicht als Resultate von Testern, welche nur wenige Messungen durchgeführt haben. Bei den statistischen Auswertungen wird stets darauf geachtet, dass zum betrachteten Effekt jeweils mindestens 100 Werte vorliegen.

Die Applet-Messungen führen aus zwei Gründen zu eher pessimistischen Werten: Einerseits testen die Leute vor allem dann, wenn Sie das Gefühl haben, dass Leistungsprobleme vorliegen. Andererseits testen die Leute vor allem während "Hochlast-Perioden". Basierend auf Angaben von Cablecom konnte 2007 verifiziert werden, dass in Regionen mit anerkannt schlechter Leistung etwa 12 Messserien pro 100 Kunden (bzw. 27 Messungen pro 100 Kunden), in Regionen mit guter Leistung hingegen nur 8 Messserien pro 100 Kunden (bzw. 59 Messungen pro 100 Kunden) zu beobachten sind. Man sieht also, dass in Netzen mit Leistungsproblemen mehr Kunden messen und Messserien mit mehr Messungen durchführen.